Urlaub mit Hund am See

Urlaub mit Hund am See

Hunde amüsieren sich genauso gerne im Wasser wie wir Menschen. Selbst kaltes Nass hält so manchen Vierbeiner nicht vom Baden ab. Nur wenige verweigern kategorisch jeglichen Kontakt mit dem flüssigen Element. Dabei kann jeder Hund schwimmen. Manche wissen es nur nicht und brauchen lediglich ein wenig Anreiz. Andere hatten in der Vergangenheit vielleicht ein traumatisches Erlebnis.

An flachen und unbewegten Gestaden (eventuell alternativ in einem Planschbecken) lässt sich den Tieren mit viel Geduld die Scheu vor Wasser nehmen. Es lohnt sich, insbesondere wenn ein Urlaub mit Hund am See oder Meer geplant ist.

Taugliche Gewässer für den Hundeurlaub

Flüsse sind generell nicht als Badestellen definiert. Sprudel und Strömungen bergen ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Wer sich in ein fließendes Gewässer begibt, badet auf eigene Gefahr. Urlaub am Meer verspricht hingegen ungetrübten Genuss. Flugreisen oder zeitintensive Autofahrten nach Italien oder Spanien können jedoch dem Hund Probleme bereiten, es sei denn, das gewählte Feriendomizil befindet sich an der Nordsee oder Ostsee ohne extrem lange Anreise. Was spricht andererseits gegen einen Urlaub mit Hund am See? In Deutschland und in diversen Nachbarstaaten befinden sich wunderschöne Seen mit attraktiven Ufern. Größtenteils sind sogar spezielle Hundestrände vorhanden. Der Trend geht ohnehin zum Urlaub im eigenen Land.

Für Hundehalter zugeschnittene Ferienunterkünfte

Mit dem geliebten Haustier verreisen erfordert eine hundefreundliche Bleibe am Urlaubsort. In nur wenigen Hotels sind Hunde erlaubt, und wenn doch, dann meist nur kleine Rassen. Ferienwohnungen oder Ferienhäuser gewähren Platz für die ganze Familie und decken sich besser mit den Interessen. Optimal erweist sich ein Ferienhaus in Alleinlage mit Terrasse oder ein Ferienhaus mit eingezäuntem Grundstück bzw. Garten. Der Hund lebt sich schnell in die neue Umgebung ein und kann nach Lust und Laune Zeit im Freien verbringen. Die Ausstattung entspricht üblicherweise den Bedürfnissen von Hundebesitzern. Erfahrungsgemäß sind im Haus Fress- und Trinknäpfe vorhanden.

Beliebte Reiseziele für den Urlaub mit Hund am See

Europas Badeseen und Küsten überzeugen mit einer hohen Wasserqualität. Deutschland liegt sogar über dem Durchschnitt. Ausgewiesene Badestellen werden bezüglich ihrer Wassergüte regelmäßig nach den Maßstäben der Europäischen Union überwacht. Nachfolgend eine kleine Auswahl an Seen, die sich für den Urlaub mit Hund eignen:

  • Bodensee
  • Chiemsee in Bayern
  • Schluchsee in Baden-Württemberg
  • Fränkisches Seenland mit Altmühlsee, Brombachsee und Igelsbachsee
  • Edersee in Hessen
  • Seenplatte Mecklenburg-Vorpommern mit Müritz als Herzstück
  • Steinhuder Meer in Niedersachsen
  • Walchsee in Tirol / Österreich
  • Millstätter See in Kärnten /Österreich
  • Vierwaldstättersee / Schweiz
  • Gardasee in Italien
Bergsee mit Hund

Aktivitäten im 4-Pfoten-Urlaub

Langeweile verdirbt jeden Urlaub. Hunde möchten stattdessen täglich gefordert werden. Bewegung an frischer Luft vertreibt aufgestaute Energie und mentale Stimulation reduziert destruktives Verhalten. Mangelnde Beschäftigung frustriert und führt zu Unausgeglichenheit. Dabei sollte jedoch das natürliche Ruhebedürfnis des Hundes nicht außer Acht bleiben. Dauerbespaßung artet womöglich in Stress aus. Alter, Kondition und Charakter entscheiden darüber, inwieweit körperliche Belastung für das Haustier noch im Normbereich liegt.

Baden und schwimmen

Urlauber mit Hund, die einen See bevorzugen, denken wahrscheinlich in erster Linie an gemeinsames Vergnügen im Wasser.

Wanderungen

Sparziergänge durch die Natur öffnen die Herzen. Ausgedehnte Streifzüge auf Berge halten als Belohnung phantastische Ausblicke bereit. Gelegentlich führen Wanderrouten durch Nationalparks, wo sich Flora und Fauna weitestgehend frei entfalten dürfen.

Rad fahren

Vierbeiner am Fahrrad mitführen setzt Übung voraus. Kleine und gehandicapte Hunde sind im Hundekorb oder Fahrradanhänger besser aufgehoben.

Ausflüge mit dem Boot

„Leinen los“ aus bootsfahrtechnischer Sicht ist für Hunde nicht unbedingt mit Freude verbunden. Im Kontrast dazu fühlen sich manche Hunde auf einem schwanken Boot durchaus „pudelwohl“. Ausprobieren und langsam an das Wassergefährt gewöhnen lautet hier die Devise. Und die Schwimmweste für den Hund nicht vergessen!

Weshalb Hunde schwimmen sollten

Die Wirksamkeit der Hydrotherapie zu Heilzwecken ist nicht erst seit Kneipp bekannt. Spa zählt zu den ersten Strandbädern, die zu gesundheitsförderlichen Maßnahmen genutzt wurden. Ähnlich wie beim Menschen profitiert das Herz-Kreislauf-System, wenn Hunde schwimmen. Bewegung im Wasser stärkt die Muskulatur, ohne die Gelenke übermäßig zu beanspruchen. Bei älteren Hunden, die möglicherweise an Arthrose leiden, beugt gelegentliches Baden dem Muskelabbau vor. Selbst einfach nur durch flaches Wasser waten lindert Verspannungen und unterstützt die Produktion von Gelenkflüssigkeit. Wassersport hält Hunde fit, ganz abgesehen von dem erfrischenden Effekt an heißen Sommertagen. Zwang ist jedoch unangebracht. Mit Fingerspitzengefühl zum nassen Element hinführen und mit Hilfe von Bällen oder Ringen den Spieltrieb des Tieres wecken führt zum Erfolg. Spätestens im Urlaub, wenn der Hund ausgelassen im See tollt, merkt er, wie gut sich Wasser anfühlen kann.